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2026-10-17

Gehalt verhandeln: Eine Zahl statt einer Spanne

Die Frage kommt fast immer, oft in der ersten Runde: "Was stellen Sie sich gehaltlich vor?" Wer dann "Das ist schwer zu sagen" antwortet, hat die Verhandlung schon zur Hälfte abgegeben.

Eine Zahl vorbereiten, keine Spanne



Spannen werden immer am unteren Ende gelesen. Wer "zwischen 52.000 und 58.000" sagt, bekommt 52.000 angeboten. Überlege dir eine Zahl, mit der du zufrieden wärst, und nenne eine etwas höhere. Das Jahresbrutto ist in Deutschland die übliche Einheit.

Woher die Zahl kommt



Drei Quellen reichen:

  • Gehaltsangaben in vergleichbaren Anzeigen. In ASIM rechnet die Tabelle jede Angabe auf Jahr, Monat und Stunde um, damit Teilzeit- und Stundenlöhne vergleichbar werden.
  • Tarifverträge, wenn die Firma tarifgebunden ist. Die Tabellen sind öffentlich.
  • Dein bisheriges Gehalt plus das, was der Wechsel kostet: längerer Weg, weniger Homeoffice, Probezeit.


Was du sagst, wenn die Zahl zu hoch ist



Nicht sofort nachgeben. Frag, was im Paket noch drin ist: Urlaubstage, Weiterbildung, Homeoffice, Jobticket, eine Gehaltsprüfung nach der Probezeit mit festem Termin. Ein schriftlich vereinbartes Gespräch nach sechs Monaten ist oft mehr wert als 2.000 Euro sofort.

Was du nicht tun solltest



  • Dein aktuelles Gehalt nennen, wenn niemand danach fragt.
  • Dich für die Zahl entschuldigen.
  • Ein Angebot am Telefon annehmen. "Danke, ich melde mich morgen" ist eine vollständige Antwort.


Gehalt ist kein Charaktertest. Es ist ein Preis, und Preise werden verhandelt.